Fußpflege – medizinische Fußpflege und Pediküre für gesunde Füße

Die Füße werden bei der täglichen Hautpflege häufig vernachlässigt – dabei leisten sie viel Arbeit und verdienen eine gründliche Pflege zu Hause oder bei der Pediküre. Besonders Diabetiker sollten ihren Füßen viel Aufmerksamkeit schenken.

Zusammenfassung:

Fußpflege zu Hause selbst machen


Fußpflege zuhause

Bei Menschen mit gesunden Füßen kann die Fußpflege zuhause stattfinden. Der Besuch in einem Kosmetikstudio oder einer Fußpflegepraxis ist meist nicht nötig – im eigenen Badezimmer können Sie Fußpflege selber machen, Hornhaut entfernen und sich damit selbst etwas Gutes tun. Unsere Fußpflege-Anleitung zeigt Ihnen, worauf Sie bei der häuslichen Fußpflege achten sollten und welche Schritte ein guter Fußpflege-Ablauf beinhaltet.

Wichtig ist zu wissen, dass die „Fußpflege selbst gemacht“ ihre Grenzen hat. Diabetiker, insbesondere jene mit diabetischem Fußsyndrom, und Menschen mit Nagelbettentzündungen und sonstigen Erkrankungen oder Verletzungen an den Füßen sollten keine Fußpflege selbst machen und sich stattdessen in professionelle ärztliche oder podologische Behandlung begeben. Kosmetische Fußpflege lernen ist nicht schwer, doch nur medizinisches Fachpersonal verfügt über das nötige Wissen, das für eine medizinische Fußpflege und Behandlung nötig ist.
 

Fußpflege selbst machen: Hausmittel

Es biete sich an, die Fußpflege für zu Hause mit einem Fußbad zu beginnen. Es wirkt entspannend und wohltuend, fördert die Durchblutung und weicht die Haut auf. Dadurch kann Hornhaut im Anschluss besser entfernt werden. Die Füße werden ca. 10 – 15 Minuten in warmem Wasser gebadet. Die Temperatur sollte ungefähr zwischen 35 und 40°C liegen und kann vorab z.B. mit der Unterseite des Handgelenks überprüft werden. So vermeiden Diabetiker, die häufig eine eingeschränkte Empfindung an den Füßen haben, eine Verbrühung mit zu heißem Wasser. Als Zusatz zum Wasser eignen sich Hausmittel wie etwa Apfelessig, Olivenöl oder ätherische Öle.

Wichtig: Bei offenen Wunden am Fuß sollten Fußbäder nur mit Vorsicht oder nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden.
 

Fußpflege: Hornhaut entfernen

Nach dem Fußbad ist die Hornhaut-Entfernung ein weiterer wichtiger Schritt der Fußpflege zu Hause. Als Vorbereitung kann ein Peeling hilfreich sein. Es entfernt Schüppchen aus abgestorbener Haut und lässt sich problemlos zuhause zubereiten, z.B. aus Meersalz und pflanzlichem Öl. Für die Fußpflege gegen Hornhaut benötigen Sie anschließend einen Bimsstein, mit dem sich dünne Hornhaut leicht entfernen lässt. Für dickere Hornhaut eignen sich spezielle Fußfeilen mit einer groben und einer sanften Seite. Wichtig für eine richtige Fußpflege: Hornhaut nicht vollständig entfernen! Auch wenn Hornhaut die Elastizität der Haut vermindert, erfüllt sie dennoch eine wichtige Funktion: sie schützt die mechanisch stark beanspruchte Haut am Fuß vor Verletzungen. Eine dünne Schicht sollte daher stets belassen werden. Hornhaut entfernen bei der Fußpflege ist nicht häufiger als einmal die Woche erforderlich.

Fußpflege bei Diabetes


Diabetes Fußpflege

Warum sollten Diabetiker Fußpflege besonders sorgfältig durchführen? Bei Menschen mit Diabetes kann der hohe Blutzuckerspiegel zu Schädigungen an Nerven und Blutgefäßen führen. Bei geschädigten Nerven verringert sich die Empfindung der Diabetiker. Sie können Berührungen, Temperaturen und auch Schmerzen an den Füßen schlechter wahrnehmen. Daher bemerken sie kleine Verletzungen an den Füßen oft nicht. Statt den Fuß zu schonen, belasten sie ihn weiter und stören so den Heilungsprozess. Die schlechte Durchblutung trägt ebenfalls zu einer verzögerten und schlechten Heilung bei. So können kleine Wunden immer größer werden und sich infizieren – es kommt zum sogenannten diabetischen Fußsyndrom. Die diabetische Fußpflege soll das verhindern. Wenn die Füße noch gesund und intakt sind, kann die Fußpflege bei Diabetes zuhause durchgeführt werden. Empfehlenswert ist es jedoch, bei Diabetes medizinische Fußpflege in einer podologischen Praxis in Anspruch zu nehmen. Bei geschädigten Füßen mit bereits bestehenden Wunden gehört die Fußpflege für Diabetiker dagegen in ärztliche Hände.

Die regelmäßige Überprüfung des Fußes auf Verletzungen ist ein wichtiger Bestandteil der Diabetes-Fußpflege. Ein diabetischer Fuß entsteht meist aus kleinen Rissen, die sich im Laufe der Zeit zu größeren Wunden und Geschwüren entwickeln. Dieser Verlauf lässt sich jedoch aufhalten, wenn Verletzungen rechtzeitig entdeckt und behandelt werden.
 

Fußpflege für Diabetiker auf Rezept

Ärzte können sowohl bei Diabetes Typ 1 als auch bei Diabetes Typ 2 Fußpflege auf Rezept verordnen. Diese Fußpflege auf Rezept bei Diabetes wird in einer podologischen Praxis durchgeführt. Weil es sich hierbei um nichtärztliche Heilkunde handelt, werden die Kosten für podologische Fußpflege in der Regel nicht von Krankenkassen übernommen. Bei Menschen mit Diabetes und Fußpflege-Rezept sieht das jedoch anders aus: die Fußpflege bei Diabetes wird von der Krankenkasse bezahlt, wenn sie von einem Arzt als medizinisch notwendig erachtet und verordnet wurde. Um als Diabetiker Fußpflege auf Rezept zu bekommen, muss noch kein diabetisches Fußsyndrom vorhanden sein. Oft reichen leichte Symptome wie trockene Haut oder vermehrte Hornhautproduktion bereits, um Anspruch auf eine vorbeugende podologische Behandlung zu haben und Fußpflege für Diabetiker von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen.
 

Diabetes Fußpflege-Produkte

Für die Fußpflege bei Diabetikern benötigen Sie verschiedene Diabetes Fußpflege-Produkte. Zum Entfernen der Hornhaut eignet sich z.B. ein Bimsstein, während Feilen, Raspeln & Co. aufgrund der Verletzungsgefahr von Diabetikern eher gemieden werden sollten. Zum Eincremen der Füße sind reichhaltige, rückfettende Produkte wie die bewährte Bepanthol® Fußcreme geeignet.

Medizinische und kosmetische Fußpflege

Bei der Fußpflege werden zwei verschiedene Arten unterschieden: die medizinische Fußpflege, abgekürzt „med. Fußpflege“, und die kosmetische Fußpflege. Ob für einen Menschen medizinische oder kosmetische Fußpflege in Frage kommt, ist abhängig vom Gesundheitszustand der Füße. Im Folgenden erklären wir den Unterschied zwischen kosmetischer und medizinischer Fußpflege.
 

Kosmetische Fußpflege

Die kosmetische Fußpflege richtet sich an gesunde Füße und verbindet Kosmetik und Fußpflege miteinander. Das Ziel sind also gesunde und optisch ansprechende Füße. Manche Menschen suchen für die Kosmetik-Fußpflege ein Nagelstudio auf, andere lassen die Fußpflege im Kosmetikstudio durchführen. Es gibt aber auch Angebote für Menschen, die ihre Fußpflege gerne zuhause erledigen möchten und dabei Unterstützung brauchen: die sogenannte mobile kosmetische Fußpflege. Ob im Studio oder zuhause – die kosmetische Fußpflege folgt immer einem ähnlichen Ablauf. Sie umfasst die Pflege der Haut und der Nägel bei gesunden Füßen. In dieses Leistungsspektrum fallen z.B. Fußbäder und -massagen, Hornhautabtragung und das Schneiden und Polieren bzw. Lackieren der Fußnägel.
 

Medizinische Fußpflege

Um Fußpflege medizinisch durchzuführen, ist eine staatlich geregelte Ausbildung erforderlich. Das Fachgebiet Podologie beschäftigt sich mit der medizinischen Fußpflege, die Berufsgruppe der medizinischen Fußpfleger bezeichnet man daher als „Podologen“.

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gibt es medizinische Fußpflege, die nach Hause kommt: die mobile medizinische Fußpflege. Hierbei handelt es sich um Podologen, die die medizinische Fußpflege im Rahmen von Hausbesuchen übernehmen. In der Regel ist jedoch eine podologische Praxis für medizinische Fußpflege zuständig.

Der Unterschied zur kosmetischen Fußpflege besteht darin, dass die medizinische Fußpflege sich an Patienten mit kranken Füßen oder mit hohem Risiko für Erkrankungen der Füße richtet. Medizinische Fußpflege auf Rezept gibt es vor allem für Patienten mit Diabetes mellitus, Nervenschäden oder Querschnittslähmung. Doch die medizinische Fußpflege kann auch Nagelpilz, Hühneraugen und andere Beschwerden der Füße behandeln.

Fußpflege Pediküre


Unterschied Pediküre und Fußpflege

Der Begriff „Pediküre“ leitet sich vom lateinischen „pes“ (Fuß) und „cura“ (Pflege) ab und ist ein anderes Wort für „Fußpflege“. Fußpflege und Pediküre sind also Synonyme, es gibt streng genommen keinen Unterschied zwischen den beiden Begriffen. Doch obwohl Pediküre auch medizinische Fußpflege meinen kann, wird es häufiger als Bezeichnung für kosmetische Fußpflege im Nagel- oder Kosmetikstudio verwendet. Somit ist der Unterschied „Pediküre/medizinische Fußpflege“ derselbe wie der Unterschied „kosmetische Fußpflege/medizinische Fußpflege“.

Bepanthol® Fußpflege Produkte

Die Fußpflege-Creme von Bepanthol® schenkt den Füßen die Zuwendung, die sie verdienen. Sie pflegt trockene und raue Füße wieder weich und geschmeidig. Die Inhaltsstoffe Glycerin und Urea weichen die Hornhaut auf und verhindern eine übermäßige Neubildung, während natürliche Lipide die Hautschutzbarriere stabilisieren. Zudem enthält die Bepanthol® Fußcreme das Provitamin Dexpanthenol, das die natürliche Erneuerung der Zellen anregt. So unterstützt die Fußcreme die Regeneration der strapazierten Haut.

Die Bepanthol® Fußcreme ist gut hautverträglich und somit auch für die tägliche Pflege bei Diabetes geeignet.